Remigius von Auxerre
Catena Aurea · Matthäusevangelium 9
27 Als Jesus weiterging, folgten ihm zwei Blinde und schrien: Erbarme dich unser, Sohn Davids! 28 Als er das Haus betrat, kamen die Blinden zu ihm. Jesus fragte sie: Glaubt ihr, dass ich dies tun kann? Sie antworteten ihm: Ja, Herr. 29 Da berührte er ihre Augen und sagte: Euch geschehe nach euerem Glauben. 30 Da öffneten sich ihre Augen. Jesus aber schärfte ihnen aufs Strengste ein: Nehmt euch in Acht, niemand darf es erfahren. 31 Sie aber gingen hinaus und erzählten von ihm in der ganzen Gegend.
Der, welcher den Blinden das Augenlicht geben konnte, wusste wohl, ob sie glaubten; aber Er fragte sie, damit der Glaube, den sie in ihren Herzen trugen, durch ihren Mund bekannt, eines höheren Lohnes würdig werde, nach dem Wort des Apostels: Mit dem Mund bekennt man zum Heil. (Röm 10,10.)