Remigius von Auxerre
Catena Aurea · Matthäusevangelium 8
18 Als Jesus die große Volksschar um sich sah, befahl er, an das andere Ufer zu fahren. 19 Da trat ein Schriftgelehrter an ihn heran und sagte zu ihm: Meister, ich will dir folgen, wohin du auch gehst. 20 Jesus antwortete ihm: Die Füchse haben Höhlen und die Vögel des Himmels Nester. Der Menschensohn aber hat nichts, wohin er sein Haupt legen kann. 21 Ein anderer aber, einer von den Jüngern, sagte zu ihm: Herr, erlaube mir, zuerst heimzugehen und meinen Vater zu begraben. 22 Jesus aber antwortete ihm: Folge mir, und lass die Toten ihre Toten begraben.
Oder: Er tat dies als einer, der das Gedränge der Menge meiden wollte. Aber sie hingen ihm in Bewunderung an und drängten sich, ihn zu sehen. Denn wer würde von einem weichen, der solche Wunder tat? Wer wünschte nicht, sein offenes Antlitz zu schauen, seinen Mund zu sehen, der solche Dinge sprach? Denn wenn schon das Antlitz des Mose verherrlicht wurde und das des Stephanus wie das eines Engels, so schließe daraus, wie es damals gewesen sein muss, ihren gemeinsamen Herrn zu sehen; von dem der Prophet spricht: Deine Gestalt ist schön vor den Menschenkindern. (Ps. 45,2.)