
Johannes Chrysostomus
Catena Aurea · Matthäusevangelium 8
18 Als Jesus die große Volksschar um sich sah, befahl er, an das andere Ufer zu fahren. 19 Da trat ein Schriftgelehrter an ihn heran und sagte zu ihm: Meister, ich will dir folgen, wohin du auch gehst. 20 Jesus antwortete ihm: Die Füchse haben Höhlen und die Vögel des Himmels Nester. Der Menschensohn aber hat nichts, wohin er sein Haupt legen kann. 21 Ein anderer aber, einer von den Jüngern, sagte zu ihm: Herr, erlaube mir, zuerst heimzugehen und meinen Vater zu begraben. 22 Jesus aber antwortete ihm: Folge mir, und lass die Toten ihre Toten begraben.
Weil Christus nicht nur den Leib heilte, sondern auch die Seele reinigte, wollte er wahre Weisheit zeigen, nicht nur durch die Heilung von Krankheiten, sondern auch dadurch, dass er nichts zur Schau stellte; und daher heißt es: Als aber Jesus die große Volksmenge um sich sah, befahl er seinen Jüngern, ans andere Ufer zu fahren. Dies tat er, indem er uns zugleich Demut lehrte, den Unwillen der Juden besänftigte und uns lehrte, nichts zur Schau zu stellen.