Remigius von Auxerre
Catena Aurea · Matthäusevangelium 4
12 Als er hörte, dass man Johannes ins Gefängnis geworfen hatte, zog er sich nach Galiläa zurück. 13 Er verließ Nazaret und kam nach Kafarnaum, das am See liegt, im Gebiet von Sebulon und Naftali, und nahm dort Wohnung. 14 So erfüllte sich das Wort des Propheten Jesaja: Das Land Sebulon und das Land Naftali, 15 das Land am Meer, das Land jenseits des Jordan, das heidnische Galiläa: 16 das Volk, das im Finstern saß, sah ein großes Licht; über denen, die im Land und Schatten des Todes saßen, ist ein Licht aufgegangen.
Er verließ einen, nämlich Nazareth, um durch seine Predigt und Wunder mehr zu erleuchten. So hinterließ er allen Predigern ein Beispiel, dass sie zu einer Zeit und an Orten predigen sollen, wo sie möglichst vielen Gutes tun können. In der Prophezeiung lauten die Worte: „Damals wurde das Land Zabulon und das Land Naphtali erleuchtet, und später wurde der Weg am Meer jenseits des Jordan, Galiläa der Heiden, vermehrt.“ (Jes. 9:1.)