Pseudo-Chrysostomus
Catena Aurea · Matthäusevangelium 4
1 Danach wurde Jesus vom Geist in die Wüste geführt, um vom Teufel versucht zu werden. 2 Nachdem er vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte, bekam er Hunger.
Der Herr kannte die Gedanken des Teufels, dass er ihn versuchen wollte; er hatte gehört, dass Christus in diese Welt geboren worden war mit der Verkündigung der Engel, dem Zeugnis der Hirten, der Nachfrage der Magier und dem Zeugnis des Johannes. So ging der Herr gegen ihn vor, nicht als Gott, sondern als Mensch, oder vielmehr sowohl als Gott als auch als Mensch. Denn in vierzig Tagen des Fastens nicht hungrig geworden zu sein, war nicht menschlich; immer hungrig zu sein, war nicht göttlich. Er war also hungrig, damit Gott nicht sicher offenbart würde und so die Hoffnungen des Teufels, ihn zu versuchen, ausgelöscht und sein eigener Sieg verhindert würde.