
Petrus Chrysologus
Catena Aurea · Matthäusevangelium 28
11 Während sie weggingen, kamen einige von der Wache in die Stadt und meldeten den Hohenpriestern alles, was sich zugetragen hatte. 12 Da versammelten sie sich mit den Ältesten, hielten Rat und gaben den Soldaten reichlich Geld 13 mit der Weisung: Erzählt, seine Jünger sind in der Nacht gekommen und haben ihn gestohlen, während wir schliefen. 14 Wenn das dem Statthalter zu Ohren kommt, werden wir ihn beschwichtigen und dafür sorgen, dass ihr nichts zu befürchten habt. 15 Sie aber nahmen das Geld und taten, wie man sie angewiesen hatte. Und dieses Gerede verbreitete sich unter den Juden bis auf den heutigen Tag.
(ubi sup.) Nicht zufrieden damit, den Meister getötet zu haben, planen sie, wie sie die Jünger vernichten und die Macht des Meisters zum Gegenstand der Anklage gegen seine Jünger machen können. Die Soldaten zwar verloren ihn, die Juden vermissten ihn, aber die Jünger stahlen ihn weg, nicht durch Diebstahl, sondern durch Glauben; durch Tugend und nicht durch Betrug; durch Heiligkeit und nicht durch Bosheit; lebendig und nicht tot.