
Hieronymus
Catena Aurea · Matthäusevangelium 28
11 Während sie weggingen, kamen einige von der Wache in die Stadt und meldeten den Hohenpriestern alles, was sich zugetragen hatte. 12 Da versammelten sie sich mit den Ältesten, hielten Rat und gaben den Soldaten reichlich Geld 13 mit der Weisung: Erzählt, seine Jünger sind in der Nacht gekommen und haben ihn gestohlen, während wir schliefen. 14 Wenn das dem Statthalter zu Ohren kommt, werden wir ihn beschwichtigen und dafür sorgen, dass ihr nichts zu befürchten habt. 15 Sie aber nahmen das Geld und taten, wie man sie angewiesen hatte. Und dieses Gerede verbreitete sich unter den Juden bis auf den heutigen Tag.
So verharren die Hohenpriester, die sich dadurch zur Buße hätten wenden und den auferstandenen Jesus suchen sollen, in ihrer Bosheit und verwenden das Geld, das für den Gebrauch des Tempels gegeben worden war, zum Kauf einer Lüge, wie sie zuvor dreißig Silberstücke dem Verräter Judas gegeben hatten.