Remigius von Auxerre
Catena Aurea · Matthäusevangelium 27
1 Als es Morgen wurde, fassten alle Hohenpriester und Ältesten des Volkes den Beschluss, Jesus zu töten. 2 Sie ließen ihn fesseln, abführen und übergaben ihn dem Statthalter Pilatus. 3 Als nun Judas, der ihn verraten hatte, sah, dass er verurteilt war, ergriff ihn Reue. Er brachte die dreißig Silberstücke den Hohenpriestern und Ältesten zurück 4 und sagte: Ich habe gesündigt; denn ich habe unschuldiges Blut verraten. Sie aber sagten: Was geht das uns an? Sieh du zu! 5 Da warf er die Silberstücke in den Tempel, ging fort und erhängte sich.
Aber sie sagten: Was geht das uns an? das heißt: Was geht es uns an, dass er gerecht ist? Sieh du zu, d. h. was aus deiner eigenen Tat werden wird. Manche möchten diese Worte in einem Satz lesen: Was müssen wir von dir denken, da du bekennst, dass der Mensch, den du selbst verraten hast, unschuldig ist?