
Johannes Chrysostomus
Catena Aurea · Matthäusevangelium 24
36 Jenen Tag aber und jene Stunde kennt niemand, auch nicht die Engel im Himmel, auch nicht der Sohn, sondern nur der Vater. 37 Denn wie es in den Tagen Noachs war, so wird es auch bei der Ankunft des Menschensohnes sein. 38 Denn wie sie in den Tagen vor der Flut aßen und tranken, heirateten und sich heiraten ließen, bis zu dem Tag, an dem Noach in die Arche ging, 39 und nichts ahnten, bis die Flut kam und alle hinwegriss, so wird es auch beim Kommen des Menschensohnes sein. 40 Dann wird von zweien auf dem Feld der eine mitgenommen und der andere zurückgelassen. 41 Von zwei (Frauen), die an der Mühle mahlen, wird die eine mitgenommen und die andere zurückgelassen.
Damit du erkennst, dass es nicht aus Unwissenheit geschieht, dass er über den Tag und die Stunde des Gerichts schweigt, führt er ein weiteres Zeichen an: „Wie es in den Tagen Noahs war, so wird auch die Ankunft des Menschensohnes sein.“ Damit meint er, dass er plötzlich und unerwartet kommen wird, während die Menschen ihrem Vergnügen nachgehen; wovon auch Paulus spricht: „Wenn sie sagen werden: Friede und Sicherheit, dann kommt plötzlich Verderben über sie.“ (1 Thess 5,3.)