
Augustinus von Hippo
Catena Aurea · Matthäusevangelium 24
36 Jenen Tag aber und jene Stunde kennt niemand, auch nicht die Engel im Himmel, auch nicht der Sohn, sondern nur der Vater. 37 Denn wie es in den Tagen Noachs war, so wird es auch bei der Ankunft des Menschensohnes sein. 38 Denn wie sie in den Tagen vor der Flut aßen und tranken, heirateten und sich heiraten ließen, bis zu dem Tag, an dem Noach in die Arche ging, 39 und nichts ahnten, bis die Flut kam und alle hinwegriss, so wird es auch beim Kommen des Menschensohnes sein. 40 Dann wird von zweien auf dem Feld der eine mitgenommen und der andere zurückgelassen. 41 Von zwei (Frauen), die an der Mühle mahlen, wird die eine mitgenommen und die andere zurückgelassen.
(Ep. 199, 16.) Das Evangelium sagt also: „Von jenem Tag und jener Stunde weiß kein Mensch“; aber du sagst, dass weder der Monat noch das Jahr seines Kommens gewusst werden kann. Diese Genauigkeit von dir scheint bis zu diesem Punkt so, als ob du meintest, dass das Jahr nicht gewusst werden könne, aber dass die Woche oder das Jahrzehnt gewusst werden könne, als ob es möglich wäre, es auf sieben, zehn oder hundert oder irgendeine Anzahl von Jahren mehr oder weniger festzulegen oder zuzuweisen. Wenn du zugibst, dass du es nicht so begrenzen kannst, denkst du wie ich.