
Augustinus von Hippo
Catena Aurea · Matthäusevangelium 20
20 Damals kam die Mutter der Zebedäussöhne mit ihren Söhnen zu ihm, fiel vor ihm nieder und wollte etwas von ihm erbitten. 21 Er aber fragte sie: Was willst du? Sie antwortete ihm: Sage, dass diese meine beiden Söhne in deinem Reich zu deiner Rechten und zu deiner Linken sitzen dürfen. 22 Jesus antwortete: Ihr wisst nicht, um was ihr bittet. Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinken werde? 23 Sie sagten zu ihm: Wir können es. Da sagte er zu ihnen: Meinen Kelch werdet ihr trinken. Aber das Sitzen zu meiner Rechten und zu meiner Linken, das habe nicht ich zu vergeben; es wird denen zuteil, für die es von meinem Vater bereitet ist.
(Cons. Ev. ii. 64.) Was Matthäus hier als von der Mutter gesagt darstellt, berichtet Markus (Mk 10,35), dass die beiden Söhne des Zebedäus selbst sprachen, nachdem sie ihren Wunsch vor den Herrn gebracht hatte; so dass es nach der kurzen Notiz des Markus eher scheinen sollte, dass sie und nicht sie das Gesagte gesagt hätten.