Pseudo-Chrysostomus
Catena Aurea · Matthäusevangelium 2
7 Da rief Herodes die Magier heimlich zu sich und horchte sie aus, wann ihnen der Stern erschienen war. 8 Dann schickte er sie nach Betlehem und sagte: Geht und forscht sorgfältig nach dem Kind; und sobald ihr es gefunden habt, lasst es mich wissen, damit auch ich komme und ihm huldige. 9 Nachdem sie den König angehört hatten, brachen sie auf. Und der Stern, den sie hatten aufgehen sehen, zog vor ihnen her, bis er ankam und über dem Ort stehen blieb, wo das Kind war.
Sobald Herodes die Antwort gehört hatte, obwohl sie doppelt beglaubigt war, sowohl durch die Autorität der Priester als auch durch die Stelle aus den Propheten, wandte er sich dennoch nicht dazu, den König, der geboren werden sollte, anzubeten, sondern suchte, wie er ihn durch List töten könnte. Er sah, dass die Magier weder durch Schmeichelei gewonnen noch durch Drohungen eingeschüchtert noch durch Geschenke bestochen werden konnten, dieser Mordtat zuzustimmen; daher suchte er sie zu täuschen; er rief die Weisen heimlich; damit die Juden, die er verdächtigte, nichts davon erführen. Denn er dachte, sie würden sich eher einem König aus ihrem eigenen Volk zuneigen.