
Johannes Chrysostomus
Catena Aurea · Matthäusevangelium 12
31 Darum sage ich euch: Jede Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben werden, die Lästerung gegen den Geist aber wird nicht vergeben. 32 Auch dem, der ein Wort gegen den Menschensohn sagt, wird vergeben werden; wer aber etwas gegen den Heiligen Geist sagt, dem wird nicht vergeben, weder in dieser noch in der zukünftigen Welt.
Andernfalls gemäß der ersten Auslegung. Die Juden waren zwar in Unkenntnis Christi, aber vom Heiligen Geist hatten sie eine ausreichende Mitteilung empfangen, denn die Propheten sprachen durch Ihn. Was Er hier also sagt, ist dies: Mag sein, dass ihr über Mich wegen des Fleisches, das Mich umgibt, gestrauchelt seid; aber könnt ihr in gleicher Weise vom Heiligen Geist sagen: Wir kennen Ihn nicht? Deshalb kann euch diese Lästerung nicht vergeben werden, und ihr werdet sowohl hier als auch im Jenseits bestraft werden; denn da Dämonen auszutreiben und Krankheiten zu heilen vom Heiligen Geist ist, sprecht ihr nicht nur gegen Mich Böses, sondern auch gegen Ihn; und so ist eure Verdammnis sowohl hier als auch im Jenseits unvermeidlich. Denn es gibt solche, die nur in diesem Leben bestraft werden; wie die unter den Korinthern, die unwürdige Teilnehmer an den Mysterien waren; andere, die nur im zukünftigen Leben bestraft werden, wie der reiche Mann in der Hölle; die hier Genannten aber werden sowohl in dieser Welt als auch in der zukünftigen Welt bestraft werden, wie die Juden, die bei der Einnahme Jerusalems Schreckliches erlitten und dort die schwerste Strafe erleiden werden.