
Johannes Chrysostomus
Catena Aurea · Matthäusevangelium 11
27 Alles ist mir von meinem Vater übergeben. Niemand kennt den Sohn, nur der Vater; und den Vater kennt niemand, nur der Sohn und der, dem der Sohn es offenbaren will.
Wenn Er also den Vater offenbart, offenbart Er auch sich selbst. Doch das eine lässt Er als offensichtlich aus, das andere aber erwähnt Er, weil darüber ein Zweifel bestehen könnte. Hierin belehrt Er uns auch, dass Er so eins mit dem Vater ist, dass es für niemanden möglich ist, zum Vater zu kommen außer durch den Sohn. Denn dies hatte vor allem Anstoß erregt, dass Er gegen Gott zu sein schien, und daher bemühte Er sich mit allen Mitteln, diese Vorstellung zu widerlegen.