
Johannes Chrysostomus
Catena Aurea · Matthäusevangelium 10
9 Verschafft euch weder Gold, Silber noch Kupfermünzen für euere Gürtel, 10 auch keine Reisetasche, auch nicht zwei Röcke, weder Sandalen noch Stab. Denn der Arbeiter ist seiner Nahrung wert.
Es ziemte sich, dass die Apostel von ihren Schülern unterstützt wurden, damit sie nicht hochmütig gegenüber denen wären, die sie lehrten, als ob sie alles gäben und nichts empfingen; und damit die anderen ihrerseits nicht abfielen, als würden sie von ihnen übersehen. Auch damit die Apostel nicht klagten: Er befiehlt uns, das Leben von Bettlern zu führen, und sich dessen schämten, zeigt Er, dass dies ihr Recht ist, indem Er sie Arbeiter nennt und das Gegebene ihren Lohn. Denn sie sollten nicht meinen, dass, weil sie nur Worte gaben, sie daher die Wohltat, die sie erwiesen, für gering erachten sollten; deshalb sagt Er: Der Arbeiter ist seiner Speise würdig. Dies sagte Er nicht, um zu bedeuten, dass die Arbeiten der Apostel nur so viel wert seien, sondern um den Aposteln eine Regel aufzustellen und die Geber zu überzeugen, dass das, was sie gaben, nur das Geschuldete war.