
Hieronymus
Catena Aurea · Matthäusevangelium 10
9 Verschafft euch weder Gold, Silber noch Kupfermünzen für euere Gürtel, 10 auch keine Reisetasche, auch nicht zwei Röcke, weder Sandalen noch Stab. Denn der Arbeiter ist seiner Nahrung wert.
Da Er die Apostel unversorgt und unbeschwert auf ihre Mission gesandt hatte und die Lage der Lehrer hart schien, milderte Er die Strenge der Regeln durch diese Maxime: Der Arbeiter ist seines Lohnes würdig, d. h. Empfangt, was ihr für Nahrung und Kleidung braucht. Daher sagt der Apostel: Wenn wir Nahrung und Kleidung haben, so lasst uns damit zufrieden sein. (1 Tim. 6:8. Gal. 6:6.) Und wiederum: Wer im Wort unterrichtet wird, teile dem, der ihn unterrichtet, in allen guten Dingen mit; damit die, deren Schüler geistliche Dinge ernten, sie an ihren fleischlichen Dingen teilhaben lassen, nicht zur Befriedigung der Habsucht, sondern zur Deckung des Bedarfs.