Theophylakt von Ohrid
Catena Aurea · Markusevangelium 3
1 Als er wieder in eine Synagoge ging war dort ein Mann mit einer verdorrten Hand. 2 Sie beobachteten ihn, ob er ihn am Sabbat heilen würde, damit sie ihn anklagen könnten. 3 Da sagte er zu dem Mann mit der verdorrten Hand: Steh auf und komm in die Mitte! 4 Dann sagte er zu ihnen: Ist es erlaubt, am Sabbat Gutes oder Böses zu tun, ein Leben zu retten oder zu töten? Sie aber schwiegen. 5 Und er blickte sie ringsherum zornig an, betrübt über die Verhärtung ihres Herzens, und sagte zu dem Mann: Streck die Hand aus! Er streckte sie aus und seine Hand wurde wieder gesund.
Nachdem der Herr die Juden verwirrt hatte, die Seine Jünger beschuldigt hatten, am Sabbat Ähren abzupflücken, durch das Beispiel Davids, führt Er sie nun weiter zur Wahrheit und wirkt ein Wunder am Sabbat; Er zeigt, dass, wenn es ein frommes Werk ist, am Sabbat Wunder für die Gesundheit der Menschen zu wirken, es nicht falsch ist, am Sabbat Dinge zu tun, die für den Leib notwendig sind. Er sagt daher: Und Er ging wieder in die Synagoge; und dort war ein Mann mit einer verdorrten Hand. Und sie lauerten ihm auf, ob Er ihn am Sabbat heilen würde; damit sie ihn anklagen könnten.