Beda Venerabilis
Catena Aurea · Markusevangelium 3
1 Als er wieder in eine Synagoge ging war dort ein Mann mit einer verdorrten Hand. 2 Sie beobachteten ihn, ob er ihn am Sabbat heilen würde, damit sie ihn anklagen könnten. 3 Da sagte er zu dem Mann mit der verdorrten Hand: Steh auf und komm in die Mitte! 4 Dann sagte er zu ihnen: Ist es erlaubt, am Sabbat Gutes oder Böses zu tun, ein Leben zu retten oder zu töten? Sie aber schwiegen. 5 Und er blickte sie ringsherum zornig an, betrübt über die Verhärtung ihres Herzens, und sagte zu dem Mann: Streck die Hand aus! Er streckte sie aus und seine Hand wurde wieder gesund.
(in Marc. i. 14) Denn da Er die Übertretung des Sabbats, die sie Seinen Jüngern vorwarfen, durch ein anerkanntes Beispiel verteidigt hatte, wünschen sie nun, indem sie Ihn beobachten, Ihn selbst zu verleumden, damit sie Ihn der Übertretung anklagen könnten, wenn Er am Sabbat heilte, oder der Grausamkeit oder Torheit, wenn Er sich weigerte. Es heißt weiter: Und Er sagte zu dem Mann mit der verdorrten Hand: Steh auf in die Mitte.