Theophylakt von Ohrid
Catena Aurea · Markusevangelium 10
28 Da sagte Petrus zu ihm: Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt. 29 Jesus antwortete: Amen, ich sage euch: Niemand hat Haus, Brüder, Schwestern, Mutter, Vater, Kinder oder Äcker um meinetwillen und um des Evangeliums willen verlassen, 30 der nicht hundertfach, jetzt in dieser Zeit, Häuser, Brüder, Schwestern, Mütter, Kinder und Äcker erhält, wenn auch unter Verfolgungen, und in der künftigen Welt das ewige Leben. 31 Viele aber, die (jetzt) die Ersten sind, werden die Letzten sein und die Letzten die Ersten.
Denn eine Frau ist im Haus mit der Nahrung und Kleidung ihres Mannes beschäftigt. Siehe auch, wie dies bei den Aposteln der Fall war; denn viele Frauen kümmerten sich um ihre Nahrung und Kleidung und dienten ihnen. In gleicher Weise hatten die Apostel viele Väter und Mütter, das heißt Personen, die sie liebten; wie zum Beispiel Petrus, der ein Haus verließ, später die Häuser aller Jünger hatte. Und was noch wunderbarer ist, sie werden verfolgt und bedrängt werden, denn mit Verfolgungen sollen die Heiligen alle Dinge besitzen, weshalb folgt: Aber viele, die die Ersten sind, werden die Letzten sein, und die Letzten die Ersten. Denn die Pharisäer, die die Ersten waren, wurden die Letzten; aber die, welche alles verließen und Christus nachfolgten, waren in dieser Welt durch Trübsal und Verfolgungen die Letzten, werden aber durch die Hoffnung, die in Gott ist, die Ersten sein.