
Johannes Chrysostomus
Catena Aurea · Lukasevangelium 5
27 Darauf ging er hinaus und sah einen Zöllner namens Levi am Zoll sitzen und sagte zu ihm: Folge mir nach! 28 Da verließ er alles, stand auf und folgte ihm. 29 Und Levi gab für ihn ein großes Gastmahl in seinem Haus; eine große Schar von Zöllnern und anderen (Gästen) lag mit ihnen zu Tisch. 30 Da murrten die Pharisäer und ihre Schriftgelehrten und sagten zu seinen Jüngern: Warum esst und trinkt ihr mit Zöllnern und Sündern? 31 Jesus antwortete ihnen: Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken. 32 Ich bin nicht gekommen, Gerechte zu berufen, sondern Sünder zur Umkehr.
(ubi sup.) Aber unser Herr widerlegt alle ihre Anklagen und zeigt, dass es keineswegs ein Fehler ist, sich mit Sündern zu vermischen, sondern ein Teil seines barmherzigen Planes, wie folgt: Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Die Gesunden bedürfen des Arztes nicht; worin er sie an ihre gemeinsamen Gebrechen erinnert und ihnen zeigt, dass sie zu den Kranken gehören, aber hinzufügt, Er ist der Arzt. Es folgt: Ich bin nicht gekommen, die Gerechten zu rufen, sondern die Sünder zur Buße. Als ob er sagen wollte: So weit bin ich davon entfernt, die Sünder zu hassen, dass ich nur um ihretwillen gekommen bin, nicht damit sie Sünder bleiben, sondern sich bekehren und gerecht werden.