Theophylakt von Ohrid
Catena Aurea · Lukasevangelium 4
5 Dann führte ihn der Teufel hinauf und zeigte ihm in einem Augenblick alle Reiche der Erde, 6 und er sagte zu ihm: Dir will ich alle diese Macht und ihre Herrlichkeit geben; denn mir ist sie verliehen und ich gebe sie, wem ich will. 7 Wenn du mich anbetest, soll sie ganz dein sein. 8 Da entgegnete ihm Jesus: Es steht geschrieben: Du sollst dem Herrn, deinem Gott, huldigen und ihm allein dienen.
Der Feind hatte Christus zuerst durch die Versuchung des Appetits angegriffen, wie er es auch bei Adam tat. Als Nächstes versucht er Ihn mit dem Verlangen nach Gewinn oder Habgier, indem er Ihm alle Reiche der Welt zeigt. Daher folgt: Und der Teufel nahm ihn mit.