Gregor von Nyssa
Catena Aurea · Lukasevangelium 22
39 Er ging hinaus und begab sich nach seiner Gewohnheit zum Ölberg; die Jünger folgten ihm. 40 Als er an den Ort gelangt war, sagte er zu ihnen: Betet, dass ihr nicht in Versuchung geratet. 41 Und er trennte sich von ihnen etwa einen Steinwurf weit, kniete nieder und betete: 42 Vater, wenn du willst, lass diesen Kelch an mir vorübergehen. Doch nicht mein, sondern dein Wille soll geschehen.
(non occ.) Nun behauptet Apollinaris, dass Christus nicht Seinen eigenen Willen gemäß Seiner irdischen Natur hatte, sondern dass in Christus nur der Wille Gottes existiert, der vom Himmel herabsteigt. Er soll dann sagen, welcher Wille es ist, den Gott auf keinen Fall erfüllt haben wollte? Und die göttliche Natur entfernt nicht Seinen eigenen Willen.