Beda Venerabilis
Catena Aurea · Lukasevangelium 22
39 Er ging hinaus und begab sich nach seiner Gewohnheit zum Ölberg; die Jünger folgten ihm. 40 Als er an den Ort gelangt war, sagte er zu ihnen: Betet, dass ihr nicht in Versuchung geratet. 41 Und er trennte sich von ihnen etwa einen Steinwurf weit, kniete nieder und betete: 42 Vater, wenn du willst, lass diesen Kelch an mir vorübergehen. Doch nicht mein, sondern dein Wille soll geschehen.
Als Er sich Seinem Leiden näherte, nahm der Heiland auch die Worte des schwachen Menschen an; wie wenn uns etwas droht, das wir nicht geschehen sehen wollen, wir dann aus Schwäche suchen, dass es nicht sei, damit auch wir durch Standhaftigkeit bereit seien, den Willen unseres Schöpfers gegen unseren eigenen Willen zu finden.