
Johannes Chrysostomus
Catena Aurea · Lukasevangelium 13
1 Zur selben Zeit kamen einige und berichteten ihm von den Galiläern, deren Blut Pilatus mit dem ihrer Opfertiere vermischt hatte. 2 Da sagte er zu ihnen: Meint ihr, dass diese Galiläer mehr als alle (anderen) Galiläer Sünder gewesen sind, weil sie das erlitten haben? 3 Nein, sage ich euch; doch wenn ihr nicht umkehrt, werdet ihr alle auf gleiche Weise umkommen. 4 Oder meint ihr, jene achtzehn, auf die der Turm am Schiloach stürzte und sie erschlug, seien schuldiger gewesen als alle (anderen) Bewohner von Jerusalem? 5 Nein, sage ich euch; doch wenn ihr nicht umkehrt, werdet ihr alle auf dieselbe Weise umkommen.
(de Laz. Conc. 3.) Denn Gott bestraft einige Sünder, indem er ihre Missetaten abschneidet und ihnen für die Zukunft eine leichtere Strafe bestimmt oder sie vielleicht sogar ganz freispricht und die, die in Gottlosigkeit leben, durch ihre Strafe bessert. Wiederum bestraft er andere nicht, damit sie, wenn sie sich durch Buße in Acht nehmen, sowohl der gegenwärtigen Strafe als auch der künftigen Strafe entgehen, aber wenn sie in ihren Sünden verharren, noch größere Qual erleiden.