
Cyrill von Alexandrien
Catena Aurea · Lukasevangelium 12
27 Betrachtet die Lilien, wie sie weder spinnen noch weben. Ich sage euch aber: Selbst Salomo in all seiner Pracht war nicht gekleidet wie eine von ihnen. 28 Wenn aber Gott das Gras, das heute auf dem Feld steht und morgen in den Ofen geworfen wird, so kleidet, wie viel mehr euch, ihr Kleingläubigen! 29 So fragt denn auch ihr nicht, was ihr essen und was ihr trinken werdet, und seid nicht in ängstlicher Unruhe; 30 denn nach all dem trachten die Völker der Welt. Euer Vater aber weiß, dass ihr das braucht. 31 Sucht vielmehr sein Reich; dann wird euch alles das dazugegeben.
Denn dem Klugen genügt es, allein der Notwendigkeit wegen ein passendes Gewand und maßvolle Nahrung zu haben, nicht mehr als ausreichend. Den Heiligen genügt es sogar, jene geistlichen Freuden zu haben, die in Christus sind, und die Herrlichkeit, die danach kommt.