Origenes
Catena Aurea · Lukasevangelium 11
9 Darum sage ich euch: Bittet und es wird euch gegeben; sucht und ihr werdet finden; klopft an und es wird euch aufgetan. 10 Denn jeder, der bittet, empfängt, und wer sucht, findet, und wer anklopft, dem wird aufgetan. 11 Wo ist unter euch ein Vater, der, wenn ihn sein Sohn um einen Fisch bittet, ihm statt des Fisches eine Schlange gäbe? 12 Oder wenn er um ein Ei bittet, ihm einen Skorpion gäbe? 13 Wenn nun ihr, die ihr böse seid, eueren Kindern gute Gaben zu geben wisst, wie viel mehr wird euer Vater im Himmel Heiligen Geist denen geben, die ihn bitten.
Bedenke also: Wenn das Brot nicht wirklich die Speise der Seele in der Erkenntnis ist, ohne die sie nicht gerettet werden kann, wie zum Beispiel die wohlgeordnete Regel eines gerechten Lebens. Der Fisch aber ist die Liebe zur Unterweisung, etwa die Beschaffenheit der Welt zu erkennen und die Wirkungen der Elemente und was sonst noch die Weisheit behandelt. Daher gibt Gott nicht statt Brot einen Stein, den der Teufel Christus zu essen wünschte, noch gibt Er statt eines Fisches eine Schlange, welche die Äthiopier essen, die unwürdig sind, Fische zu essen. Noch gibt Er im Allgemeinen statt des Nährenden das, was nicht essbar und schädlich ist, was sich auf den Skorpion und das Ei bezieht.