
Johannes Chrysostomus
Catena Aurea · Johannesevangelium 8
28 Da sagte Jesus: Wenn ihr den Menschensohn erhöht habt, dann werdet ihr erkennen, dass ich es bin und dass ich nichts aus eigener Machtvollkommenheit tue, sondern so rede, wie mich der Vater gelehrt hat. 29 Und der, der mich gesandt hat, ist bei mir. Er hat mich nicht allein gelassen, weil ich allezeit das tue, was ihm gefällt. 30 Als er das sagte, kamen viele zum Glauben an ihn.
(Hom. liii. 1, 2) Oder der Zusammenhang ist dieser: Als Seine Wunder und Seine Lehre die Menschen nicht bekehrt hatten, sprach Er vom Kreuz; Wenn ihr den Menschensohn erhöht habt, dann werdet ihr erkennen, dass Ich es bin: als wollte Er sagen: Ihr meint, ihr habt Mich getötet; aber Ich sage, dass ihr dann, durch den Beweis der Wunder, Meiner Auferstehung und eurer Gefangenschaft, ganz besonders erkennen werdet, dass Ich Christus, der Sohn Gottes bin, und dass Ich nicht gegen Gott handle; sondern dass Ich, wie Mein Vater Mich gelehrt hat, diese Dinge rede. Hier zeigt Er die Ähnlichkeit Seines Wesens mit dem des Vaters; und dass Er nichts über die väterliche Einsicht hinaus sagt. Wäre Ich gegen Gott, hätte Ich nicht Seinen Zorn so sehr gegen die erregt, die Mich nicht hörten.