
Johannes Chrysostomus
Catena Aurea · Johannesevangelium 7
25 Da sagten einige von den Leuten aus Jerusalem: Ist das nicht der, den sie töten wollen? 26 Und doch redet er in aller Öffentlichkeit und sie lassen ihn gewähren. Sollten denn die Oberen wirklich erkannt haben, dass er der Messias ist? 27 Aber von ihm wissen wir, woher er ist. Vom Messias jedoch, wenn er kommt, weiß niemand, woher er ist. 28 Da rief Jesus, während er im Tempel lehrte, laut aus: Ja, ihr kennt mich und wisst, woher ich bin. Und doch bin ich nicht von mir aus gekommen, sondern es gibt einen, der für die Wahrheit bürgt; er hat mich gesandt. Aber ihr kennt ihn nicht. 29 Ich kenne ihn, denn ich komme von ihm, und er hat mich gesandt. 30 Da wollten sie ihn festnehmen. Aber niemand legte Hand an ihn, weil seine Stunde noch nicht gekommen war.
(Hom. l. 1) Damit offenbart er, was in ihren Gedanken war. Ich bin nicht, scheint er zu sagen, von der Zahl derer, die ohne Grund gekommen sind, sondern der mich gesandt hat, ist wahr; und wenn er wahr ist, hat er mich in Wahrheit gesandt; und deshalb muss der Gesandte die Wahrheit sprechen. Dann überführt er sie aus ihren eigenen Behauptungen. Denn während sie gesagt hatten: Wenn Christus kommt, weiß niemand, woher er ist, zeigt er, dass Christus von einem kam, den sie nicht kannten, d. h. vom Vater. Deshalb fügt er hinzu: Den ihr nicht kennt.