
Johannes Chrysostomus
Catena Aurea · Johannesevangelium 6
55 Denn mein Fleisch ist wahrhaft eine Speise und mein Blut ist wahrhaft ein Trank. 56 Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, bleibt in mir und ich in ihm. 57 Wie mich der lebendige Vater gesandt hat und wie ich durch den Vater lebe, so wird jeder, der mich isst, durch mich leben. 58 Dies ist das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist; (es ist) nicht wie jenes, das euere Väter gegessen haben und (doch) gestorben sind. Wer dieses Brot isst, wird in Ewigkeit leben. 59 Das sagte er, als er in der Synagoge zu Kafarnaum lehrte.
(Hom. xlvi) Und weil ich lebe, ist es offenbar, dass auch er leben wird: Wie mich der lebendige Vater gesandt hat, und ich lebe durch den Vater, so wird auch, wer mich isst, durch mich leben. (Aug. de Verb. Dom. [Nic.]). Als ob er sagte: Wie der Vater lebt, so lebe ich; und fügte hinzu, damit du nicht denkst, er sei ungezeugt: Durch den Vater, was bedeutet, dass er seinen Ursprung im Vater hat. Wer mich isst, wird auch durch mich leben; das hier gemeinte Leben ist nicht das Leben schlechthin, sondern das gerechtfertigte Leben: denn auch die Ungläubigen leben, die niemals von jenem Fleisch essen. Er spricht auch nicht von der allgemeinen Auferstehung (denn alle werden auferstehen), sondern von der Auferstehung zur Herrlichkeit und zum Lohn.