
Johannes Chrysostomus
Catena Aurea · Johannesevangelium 6
35 Jesus antwortete ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, wird nie mehr hungern, und wer an mich glaubt, wird nie mehr Durst haben. 36 Aber ich habe euch ja gesagt, dass ihr mich zwar gesehen habt, aber doch nicht glaubt. 37 Alles, was mir der Vater gibt, wird zu mir kommen, und den, der zu mir kommt, werde ich gewiss nicht verstoßen. 38 Denn ich bin vom Himmel herabgekommen, nicht um meinen Willen zu tun, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat. 39 Das aber ist der Wille dessen, der mich gesandt hat, dass ich keinen von denen, die er mir gegeben hat, verliere, sondern dass ich sie auferwecke am Jüngsten Tag. 40 Denn das ist der Wille meines Vaters, dass jeder, der den Sohn sieht und an ihn glaubt, das ewige Leben hat und dass ich ihn auferwecke am Jüngsten Tag.
(Hom. xliv. 3) Ich sollte nichts verlieren; Er lässt sie wissen, Er begehrt nicht Seine eigene Ehre, sondern ihre Rettung. Nach diesen Erklärungen: Ich werde gewiss nicht hinauswerfen, und: Ich sollte nichts verlieren, fügt Er hinzu: Sondern ich werde ihn auferwecken am letzten Tag. In der allgemeinen Auferstehung werden die Bösen hinausgeworfen, nach Matthäus: Nehmt ihn und werft ihn in die äußere Finsternis. (Mat. 22:13) Und: Der sowohl Seele als auch Leib in die Hölle werfen kann. (Mat. 10:28) Er bringt oft die Erwähnung der Auferstehung zu diesem Zweck ein: nämlich um die Menschen zu warnen, nicht von gegenwärtigen Ereignissen auf Gottes Vorsehung zu schließen, sondern ihre Vorstellungen auf eine andere Welt zu richten.