
Johannes Chrysostomus
Catena Aurea · Johannesevangelium 5
30 Ich kann nichts aus mir selbst tun. Wie ich höre, richte ich, und mein Gericht ist gerecht. Denn ich suche nicht meinen Willen, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat.
(Hom. xxxix. 4) Er zeigt, dass der Wille des Vaters kein anderer ist als der seine, sondern ein und derselbe, als Grund zur Verteidigung. Und wundere dich nicht, wenn er, der bisher für nicht mehr als einen bloßen Menschen gehalten wurde, sich in gewisser Weise menschlich verteidigt und zeigt, dass sein Gericht aus demselben Grund gerecht ist, den jeder andere angeführt hätte; nämlich dass einer, der seine eigenen Ziele verfolgt, den Verdacht der Ungerechtigkeit erregen kann, einer aber, der sie nicht verfolgt, nicht.