
Augustinus von Hippo
Catena Aurea · Johannesevangelium 5
27 Und er gab ihm Vollmacht, Gericht zu halten, weil er der Menschensohn ist. 28 Wundert euch nicht darüber. Denn es kommt die Stunde, in der alle in den Gräbern seine Stimme hören und herauskommen werden: 29 Die das Gute getan haben, zur Auferstehung zum Leben, die das Böse getan haben, zur Auferstehung zum Gericht.
(Tr. xxii. in Joan. s. 10, 11) Oder so: Insofern das Wort im Anfang bei Gott war, gab der Vater ihm, das Leben in sich selbst zu haben; aber insofern das Wort Fleisch wurde aus der Jungfrau Maria, indem er Mensch wurde, wurde er der Menschensohn: und als der Menschensohn empfing er die Macht, das Gericht am Ende der Welt zu vollstrecken; zu welcher Zeit die Körper der Toten auferstehen werden. Die Seelen der Toten also erweckt Gott durch Christus, den Sohn Gottes; ihre Körper durch denselben Christus, den Menschensohn. Deshalb fügt er hinzu: Weil er der Menschensohn ist; denn als der Sohn Gottes hatte er die Macht immer.