
Augustinus von Hippo
Catena Aurea · Johannesevangelium 5
21 Denn wie der Vater die Toten erweckt und lebendig macht, so macht auch der Sohn lebendig, wen er will. 22 Der Vater richtet ja auch niemand, sondern er hat alles Gericht dem Sohn übergeben, 23 damit alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehrt, ehrt auch den Vater nicht, der ihn gesandt hat.
(iv. de Trin. c. 28. [xx.]) Es wird jedoch nicht gesagt, dass der Sohn gesandt ist, insofern er vom Vater gezeugt ist, sondern aufgrund seines Erscheinens in dieser Welt als das fleischgewordene Wort; wie er sagt: Ich bin vom Vater ausgegangen und in die Welt gekommen: (Johannes 16,28) oder aufgrund seiner Aufnahme in unsere Herzen einzeln, wie wir lesen: Sende sie, damit sie mit mir sei und mit mir arbeite.