
Hilarius von Poitiers
Catena Aurea · Johannesevangelium 5
19 Da antwortete ihnen Jesus: Amen, amen, ich sage euch: Der Sohn kann von sich aus nichts tun, was er nicht den Vater tun sieht. Denn was jener tut, das tut der Sohn in gleicher Weise. 20 Denn der Vater liebt den Sohn und zeigt ihm alles, was er selbst tut. Und er wird ihm noch größere Werke als diese zeigen, sodass ihr euch wundern werdet.
(vii. de Trin. c. 19) Auch fehlte der himmlischen Rede nicht die Vorsicht, davor zu bewahren, dass wir aus diesen Worten einen Unterschied in der Natur des Sohnes und des Vaters ableiten. Denn Er sagt, dass die Werke des Vaters Ihm gezeigt wurden, nicht dass Ihm Kraft zur Ausführung verliehen wurde, um zu lehren, dass dieses Zeigen substanziell nichts anderes ist als seine Geburt; denn gleichzeitig mit dem Sohn selbst wird das Wissen des Sohnes um die Werke geboren, die der Vater durch Ihn tun wird.