
Johannes Chrysostomus
Catena Aurea · Johannesevangelium 5
14 Später traf ihn Jesus im Tempel und sagte zu ihm: Nun bist du gesund; sündige nicht mehr, damit dir nicht Schlimmeres widerfährt. 15 Da ging der Mann fort und sagte den Juden, dass es Jesus war, der ihn gesund gemacht hatte. 16 Daraufhin verfolgten die Juden Jesus, weil er das an einem Sabbat getan hatte. 17 Jesus aber hielt ihnen entgegen: Mein Vater wirkt bis jetzt und auch ich wirke. 18 Deshalb trachteten die Juden noch mehr danach, ihn zu töten, weil er nicht nur den Sabbat brach, sondern auch Gott seinen Vater nannte und sich damit Gott gleichstellte.
(Hom. xxxviii. 2) Er war nicht so unempfindlich gegenüber der Wohltat und dem Rat, den er erhalten hatte, dass er mit dieser Nachricht eine böswillige Absicht verfolgte. Hätte er es getan, um Christus herabzusetzen, hätte er die Heilung verschweigen und das Ärgernis hervorheben können. Aber er erwähnt nicht Jesu Wort: Nimm dein Bett auf, das in den Augen der Juden ein Ärgernis war; sondern sagte den Juden, dass es Jesus war, der ihn gesund gemacht hatte.