
Johannes Chrysostomus
Catena Aurea · Johannesevangelium 3
16 Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern das ewige Leben hat. 17 Denn Gott hat den Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird. 18 Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er an den Namen des einzigen Sohnes Gottes nicht geglaubt hat.
(Hom. xxviii. 1) Oder der Sinn ist, dass der Unglaube selbst die Strafe des Unbußfertigen ist; insofern als das bedeutet, ohne Licht zu sein, und ohne Licht zu sein ist an sich die größte Strafe. Oder Er verkündet, was sein wird. Obwohl ein Mörder noch nicht vom Richter verurteilt ist, hat ihn sein Verbrechen doch schon verurteilt. In gleicher Weise ist der, welcher nicht glaubt, tot, wie Adam an dem Tag starb, an dem er von dem Baum aß.