Theophylakt von Ohrid
Catena Aurea · Johannesevangelium 21
19 Das sagte er, um anzudeuten, durch welchen Tod er Gott verherrlichen würde. Nach diesen Worten sagte er zu ihm: Folge mir! 20 Petrus wandte sich um und sah den Jünger, den Jesus liebte, nachkommen, denselben, der auch bei dem Mahl an seiner Brust gelegen und gesagt hatte: Herr, wer ist der, der dich verrät? 21 Als Petrus ihn sah, fragte er Jesus: Herr, was soll mit ihm werden? 22 Jesus antwortete ihm: Wenn ich will, dass er am Leben bleibt, bis ich komme, was geht das dich an? Du aber folgst mir! 23 Daher verbreitete sich unter den Brüdern die Ansicht: Jener Jünger stirbt nicht. Jesus aber hatte nicht zu ihm gesagt: Er wird nicht sterben, sondern: Wenn ich will, dass er am Leben bleibt, bis ich komme, was geht dich das an!
Oder er möge sagen, Christus habe nicht geleugnet, dass Johannes sterben würde, denn alles, was geboren ist, stirbt; sondern sagte: Ich will, dass er bleibt, bis Ich komme, d. h. dass er bis zum Ende der Welt lebt und dann für Mich das Martyrium erleidet. Und daher bekennen sie, dass er noch lebt, aber vom Antichrist getötet werden und mit Elias den Namen Christi predigen wird. Wenn aber sein Grab eingewandt wird, dann sagen sie, dass er lebend hineinging und später wieder herauskam.