
Johannes Chrysostomus
Catena Aurea · Johannesevangelium 21
18 Amen, amen, ich sage dir: Als du jung warst, hast du dich selbst gegürtet und bist gegangen, wohin du wolltest. Wenn du aber alt geworden bist, wirst du deine Hände ausstrecken und ein anderer wird dich gürten und dich führen, wohin du nicht willst. 19 Das sagte er, um anzudeuten, durch welchen Tod er Gott verherrlichen würde. Nach diesen Worten sagte er zu ihm: Folge mir!
(Hom. lxxxviii) Er sagt: Wohin du nicht willst, mit Bezug auf die natürliche Abneigung der Seele, vom Leibe getrennt zu werden; ein von Gott eingepflanzter Instinkt, um die Menschen davon abzuhalten, sich selbst ein Ende zu setzen. Dann erhebt der Evangelist das Thema und sagt: Dies sprach Er, um anzudeuten, durch welchen Tod er Gott verherrlichen sollte: nicht, sterben sollte: er drückt sich so aus, um anzudeuten, dass für Christus zu leiden der Ruhm des Leidenden war. (non occ.). Aber wenn der Geist nicht überzeugt ist, dass Er wahrhaft Gott ist, kann der Anblick Ihn in keiner Weise befähigen, den Tod zu erdulden. Darum ist der Tod der Heiligen die Gewissheit der göttlichen Herrlichkeit.