
Johannes Chrysostomus
Catena Aurea · Johannesevangelium 2
14 Im Tempel fand er die Verkäufer von Rindern und Schafen und Tauben und die Geldwechsler sitzen. 15 Da machte er eine Geißel aus Stricken und jagte sie alle zum Tempel hinaus, samt den Schafen und Rindern, schüttete die Münzen der Geldwechsler aus und stieß ihre Tische um. 16 Zu den Taubenhändlern sagte er: Schafft das fort und macht aus dem Haus meines Vaters kein Kaufhaus! 17 Seine Jünger erinnerten sich an das Schriftwort: Der Eifer für dein Haus wird mich verzehren.
(Hom. xxiii. 2) Aber warum gebrauchte Christus solche Gewalt? Er war im Begriff, am Sabbat zu heilen und viele Dinge zu tun, die ihnen als Übertretungen des Gesetzes erschienen. Damit er also nicht den Anschein erweckte, gegen Gott zu handeln, tat er dies auf eigene Gefahr; und gab ihnen so zu verstehen, dass der, der sich solcher Gefahr aussetzte, um die Würde des Hauses zu verteidigen, nicht den Herrn jenes Hauses verachtete. Aus demselben Grund, um seine Übereinstimmung mit Gott zu zeigen, sagte er nicht: das heilige Haus, sondern: das Haus meines Vaters. Es folgt: Und seine Jünger erinnerten sich an das Geschriebene: Der Eifer für dein Haus hat mich verzehrt.