
Johannes Chrysostomus
Catena Aurea · Johannesevangelium 2
14 Im Tempel fand er die Verkäufer von Rindern und Schafen und Tauben und die Geldwechsler sitzen. 15 Da machte er eine Geißel aus Stricken und jagte sie alle zum Tempel hinaus, samt den Schafen und Rindern, schüttete die Münzen der Geldwechsler aus und stieß ihre Tische um. 16 Zu den Taubenhändlern sagte er: Schafft das fort und macht aus dem Haus meines Vaters kein Kaufhaus! 17 Seine Jünger erinnerten sich an das Schriftwort: Der Eifer für dein Haus wird mich verzehren.
(Hom. xxiii. in Joan. c. 2) Siehe, er spricht von Gott als seinem Vater, und sie sind nicht erzürnt, denn sie denken, er meint es im gewöhnlichen Sinn. Als er aber später offener sprach und zeigte, dass er Gleichheit meinte, wurden sie wütend. Auch im Bericht des Matthäus (c. 21) sagt er beim Hinauswerfen: Ihr habt es (das Haus meines Vaters) zu einer Räuberhöhle gemacht. (21:13.) Dies geschah kurz vor seinem Leiden, und daher gebraucht er strengere Worte. Da aber das frühere am Anfang seiner Wunder war, ist seine Antwort milder und nachsichtiger.