
Johannes Chrysostomus
Catena Aurea · Johannesevangelium 17
9 Ich bitte für sie. Nicht für die Welt bitte ich, sondern für alle, die du mir gegeben hast. Denn dein Eigentum sind sie und 10 alles, was mein ist, ist dein und was dein ist, ist mein. Und ich bin in ihnen verherrlicht. 11 Ich bin nicht mehr in der Welt; aber sie sind in der Welt und ich gehe zu dir. Heiliger Vater, bewahre sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, damit sie eins sind wie wir. 12 Solange ich bei ihnen war, habe ich sie in deinem Namen bewahrt, den du mir gegeben hast, und habe sie behütet. Keiner von ihnen ist verloren gegangen, außer dem Sohn des Verderbens, damit sich die Schrift erfüllt. 13 Jetzt aber komme ich zu dir. Doch dies rede ich noch in der Welt, damit sie meine Freude in Fülle in sich haben.
(Hom. lxxxi. 1) Er wiederholt oft: Du hast Mir gegeben, um ihnen einzuprägen, dass alles nach dem Willen des Vaters geschah und dass Er nicht kam, einem anderen zu rauben, sondern das Seine zu Sich zu nehmen. Dann, um ihnen zu zeigen, dass diese Macht nicht erst kürzlich vom Vater empfangen worden war, fügt Er hinzu: Und alles, was Mein ist, ist Dein, und was Dein ist, ist Mein: als wollte Er sagen: Niemand, der Mich sagen hört: Die Du Mir gegeben hast, soll meinen, dass sie vom Vater getrennt sind; denn Mein ist Sein: noch soll jemand, weil Ich sagte: Sie sind Dein, meinen, dass sie von Mir getrennt sind; denn was Sein ist, ist Mein.