
Augustinus von Hippo
Catena Aurea · Johannesevangelium 17
1 Als Jesus das gesagt hatte, erhob er seine Augen zum Himmel und betete: Vater, die Stunde ist gekommen. Verherrliche deinen Sohn, damit der Sohn dich verherrlicht. 2 Denn du hast ihm Macht über alles Fleisch gegeben, damit er allen, die du ihm gegeben hast, ewiges Leben schenkt. 3 Das ist das ewige Leben, dass sie dich, den wahren Gott, erkennen und Jesus Christus, den du gesandt hast. 4 Ich habe dich auf der Erde verherrlicht, ich habe das Werk vollendet, das zu vollbringen du mir aufgetragen hast. 5 Jetzt verherrliche du mich, Vater, bei dir selbst mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, bevor die Welt war.
(Tr. civ) Aber wenn Er durch Sein Leiden verherrlicht wurde, wieviel mehr durch Seine Auferstehung? Denn Sein Leiden zeigte eher Seine Demut als Seine Herrlichkeit. So müssen wir verstehen: Vater, die Stunde ist gekommen, verherrliche Deinen Sohn, als: Die Stunde ist gekommen, den Samen zu säen, die Demut; zögere nicht mit der Frucht, der Herrlichkeit.