
Johannes Chrysostomus
Catena Aurea · Johannesevangelium 16
29 Da sagten seine Jünger: Jetzt redest du unverhüllt und ohne Bilder. 30 Jetzt wissen wir, dass du alles weißt und nicht nötig hast, dass dich jemand fragt. Deshalb glauben wir, dass du von Gott ausgegangen bist. 31 Jesus antwortete ihnen: Glaubt ihr jetzt? 32 Es kommt die Stunde und sie ist schon da, in der ihr zerstreut werdet, ein jeder in sein Haus und mich allein lasst. Doch bin ich nicht allein, weil der Vater bei mir ist. 33 Das habe ich zu euch gesagt, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt seid ihr in Bedrängnis. Aber habt Mut! Ich habe die Welt besiegt.
(Hom. lxxix. 2) Aber da seine Antwort dem entsprach, was in ihren Herzen war, fügen sie hinzu: „Jetzt wissen wir, dass du alles weißt.“ Siehe, wie unvollkommen sie noch waren, dass sie nach so vielen und großen Dingen endlich sagen: „Jetzt wissen wir“ usw., und es sogar so sagen, als erwiesen sie eine Gunst. „Und du bedarfst nicht, dass dich jemand fragt“; d. h. du weißt, was uns Anstoß erregt, bevor wir es dir sagen, und du hast uns erleichtert, indem du sagst, dass der Vater uns liebt.