
Johannes Chrysostomus
Catena Aurea · Johannesevangelium 14
27 Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht so, wie die Welt ihn gibt, gebe ich ihn euch. Euer Herz erschrecke nicht und verzage nicht. 28 Ihr habt gehört, dass ich zu euch gesagt habe: Ich gehe fort und komme wieder zu euch. Liebtet ihr mich, würdet ihr euch freuen, dass ich zum Vater gehe; denn der Vater ist größer als ich. 29 Schon jetzt habe ich es euch gesagt, bevor es geschieht, damit ihr, wenn es geschieht, glaubt. 30 Ich werde nicht mehr viel mit euch reden. Denn der Fürst der Welt kommt. Gegen mich vermag er nichts, 31 aber die Welt soll erkennen, dass ich den Vater liebe und so handle, wie mir der Vater aufgetragen hat. Steht auf, wir wollen weggehen von hier.
(Hom. lxxvi. 1) Steht auf, lasst uns von hier gehen, ist der Anfang des folgenden Satzes. Die Zeit und der Ort (sie waren mitten in einer Stadt, und es war Nachtzeit) hatten die Furcht der Jünger so sehr erregt, dass sie auf nichts, was gesagt wurde, achten konnten, sondern ihre Augen umherrollten und erwarteten, dass Personen hereinkommen und sie angreifen würden; besonders als sie unseren Herrn sagen hörten: Noch eine kleine Weile bin ich bei euch; und: Der Fürst dieser Welt kommt. Um ihre Angst zu beruhigen, bringt er sie an einen anderen Ort, wo sie sich sicher wähnten und den großen Lehren, die er ihnen vorlegen wollte, folgen könnten.