
Augustinus von Hippo
Catena Aurea · Johannesevangelium 14
27 Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht so, wie die Welt ihn gibt, gebe ich ihn euch. Euer Herz erschrecke nicht und verzage nicht. 28 Ihr habt gehört, dass ich zu euch gesagt habe: Ich gehe fort und komme wieder zu euch. Liebtet ihr mich, würdet ihr euch freuen, dass ich zum Vater gehe; denn der Vater ist größer als ich. 29 Schon jetzt habe ich es euch gesagt, bevor es geschieht, damit ihr, wenn es geschieht, glaubt. 30 Ich werde nicht mehr viel mit euch reden. Denn der Fürst der Welt kommt. Gegen mich vermag er nichts, 31 aber die Welt soll erkennen, dass ich den Vater liebe und so handle, wie mir der Vater aufgetragen hat. Steht auf, wir wollen weggehen von hier.
(contr. Serm. Arrian. c. xi.) Dass der Sohn dem Willen und Gebot des Vaters gehorsam ist, zeigt keinen Unterschied zwischen den beiden an, ebenso wenig wie bei einem menschlichen Vater und Sohn. Aber darüber hinaus kommt die Erwägung, dass Christus nicht nur Gott und als solcher dem Vater gleich ist, sondern auch Mensch und als solcher dem Vater untergeordnet.