
Augustinus von Hippo
Catena Aurea · Johannesevangelium 14
27 Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht so, wie die Welt ihn gibt, gebe ich ihn euch. Euer Herz erschrecke nicht und verzage nicht. 28 Ihr habt gehört, dass ich zu euch gesagt habe: Ich gehe fort und komme wieder zu euch. Liebtet ihr mich, würdet ihr euch freuen, dass ich zum Vater gehe; denn der Vater ist größer als ich. 29 Schon jetzt habe ich es euch gesagt, bevor es geschieht, damit ihr, wenn es geschieht, glaubt. 30 Ich werde nicht mehr viel mit euch reden. Denn der Fürst der Welt kommt. Gegen mich vermag er nichts, 31 aber die Welt soll erkennen, dass ich den Vater liebe und so handle, wie mir der Vater aufgetragen hat. Steht auf, wir wollen weggehen von hier.
(Tract. lxxix. 2) d. h. der Teufel; der Fürst der Sünder, nicht der Geschöpfe; wie der Apostel sagt: Gegen die Herrscher dieser Welt. (Eph. 6:12) Oder, wie er sogleich zur Erklärung hinzufügt, diese Finsternis, das heißt die Gottlosen. Und er hat nichts in mir. Gott hatte keine Sünde als Gott, noch hatte sein Fleisch sie durch eine sündhafte Geburt angenommen, da er von der Jungfrau geboren wurde. Aber wie, könnte man fragen, kannst du sterben, wenn du keine Sünde hast: Er antwortet: Aber damit die Welt erkenne, dass ich den Vater liebe, und wie der Vater mir geboten hat, so tue ich. Steht auf, lasst uns von hier gehen. Er hatte die ganze Zeit mit ihnen zu Tisch gesessen. Lasst uns gehen: d. h. zu dem Ort, wo er, der nichts getan hatte, um den Tod zu verdienen, dem Tod überliefert werden sollte. Aber er hatte ein Gebot von seinem Vater zu sterben.