
Johannes Chrysostomus
Catena Aurea · Johannesevangelium 13
1 Es war vor dem Paschafest. Jesus wusste, dass seine Stunde gekommen war, um aus dieser Welt zum Vater hinüberzugehen; und weil er die Seinen, die in der Welt waren, liebte, so liebte er sie bis zum Ende. 2 Man war bei Tisch und der Teufel hatte Judas, dem Sohn des Simon Iskariot, schon ins Herz gelegt, ihn zu verraten. 3 Da erhob sich Jesus, der wusste, dass der Vater ihm alles in die Hände gegeben und dass er von Gott ausgegangen war und nun zu Gott zurückkehrte, 4 vom Mahl auf, legte die Oberkleider ab, nahm ein Leinentuch und band es sich um. 5 Dann goss er Wasser in das Waschbecken und begann, den Jüngern die Füße zu waschen und mit dem Leinentuch abzutrocknen, das er sich umgebunden hatte.
(Hom. lxx. 1) Es war eine Sache, die seiner würdig war, der von Gott kam und zu Gott ging, allen Stolz mit Füßen zu treten; Er stand vom Mahl auf und legte seine Kleider ab und nahm ein Handtuch und umgürtete sich. Danach goss er Wasser in ein Becken und begann, seinen Jüngern die Füße zu waschen und sie mit dem Handtuch abzutrocknen, mit dem er umgürtet war. (c. 2). Siehe, welche Demut er zeigt, nicht nur im Waschen ihrer Füße, sondern auch in anderen Dingen. Denn nicht vorher, sondern nachdem sie sich niedergesetzt hatten, stand er auf; und er wusch sie nicht nur, sondern legte seine Kleider ab und umgürtete sich mit einem Handtuch und füllte ein Becken; er befahl nicht anderen, all dies zu tun, sondern tat es selbst und lehrte uns, dass wir willig und bereit sein sollen, solche Dinge zu tun.