Sanfte Antwort beschwichtigt Erregung, verletzendes Wort aber erregt Zorn.
Die Zunge der Weisen verkündet Erkenntnis, / doch von Narrheit sprudelt der Mund der Toren.
An jedem Ort sind die Augen des Herrn, / sie wachen über Böse und Gute.
Gelassenheit der Zunge ist ein Lebensbaum, / doch Verkehrtheit in ihr zerschlägt das Gemüt.
Ein Tor verschmäht die Zucht des Vaters, / aber klug wird, wer auf Zurechtweisung achtet.
Im Haus des Gerechten wachsen die Vorräte, / doch Verschlechterung herrscht bei den Einkünften des Frevlers.
Die Lippen der Weisen streuen Erkenntnis aus, / doch das Herz der Toren ist verkehrt.
Ein Gräuel ist für den Herrn das Opfer der Frevler, / aber das Gebet der Redlichen ist ihm wohlgefällig.
Ein Gräuel ist für den Herrn der Weg des Frevlers, / doch wer der Gerechtigkeit nachjagt, den liebt er.
Den trifft schlimme Züchtigung, der den Pfad verlässt; / wem Zurechtweisung verhasst ist, der muss sterben.
Unterwelt und Totenreich liegen offen vor dem Herrn, / wie viel mehr die Herzen der Menschenkinder.
Nicht liebt es der Spötter, dass man ihn rügt, / zu Weisen mag er nicht gehen.
Ein frohes Herz macht auch das Gesicht heiter, / doch bei Herzenskummer ist der Lebensmut zerbrochen.
Erkenntnis sucht das Herz des Einsichtigen, / aber der Toren Mund ist auf Torheit aus.
Alle Tage des Bedürftigen sind böse, / doch der Wohlgemute hat ständig ein Fest.
Besser weniges in der Furcht des Herrn / als reiche Schätze und Unruhe dabei.
Besser ein Gericht Gemüse, doch mit Liebe, / als ein gemästeter Ochse und Hass dabei.
Ein hitziger Mensch erregt Streit, / doch ein langmütiger beschwichtigt den Zank.
Der Weg des Faulen ist wie Dorngestrüpp, / doch gebahnt ist der Weg des Redlichen.
Ein kluger Sohn macht seinem Vater Freude, / ein törichter Mensch verachtet seine Mutter.
Torheit macht dem Unverständigen Freude, / ein verständiger Mann hingegen geht den geraden Weg.
Vorhaben scheitern, wenn keine Besprechung vorausgeht, / doch mit vielen Beratern kommt etwas zustande.
Freude bringt dem Mann die eigene (treffende) Antwort, / und wie gut ist doch ein Wort zur rechten Zeit.
Nach oben führt der Lebensweg den Verständigen, / damit er der Totenwelt drunten entgeht.
Der Herr reißt ein das Haus der Hochmütigen, / aber die Grenze der Witwe legt er fest.
Ein Gräuel sind für den Herrn die Pläne des Bösen, / aber rein vor ihm sind freundliche Worte.
Sein Haus zerstört, wer sich zu bereichern sucht, / doch wer Geschenke hasst, wird leben.
Das Herz des Gerechten überlegt sich seine Antwort, / aber der Mund der Frevler sprudelt Böses hervor.
Weit fort ist der Herr von den Frevlern, / doch er hört das Gebet der Gerechten.
Strahlende Augen erfreuen das Herz, / eine gute Nachricht labt den Leib.
Ein Ohr, das auf lebenserhaltende Zucht hört, / hält sich im Kreis der Weisen auf.
Sein Leben verachtet, wer Zucht abweist, / aber wer auf Mahnungen hört, gewinnt Vernunft.
Furcht des Herrn ist Unterweisung zur Weisheit, / und Demut geht der Ehre voran.