
Johannes Chrysostomus
Catena Aurea · Matthäusevangelium 9
18 Während er so zu ihnen redete, kam ein Synagogenvorsteher, fiel vor ihm nieder und sagte: Meine Tochter ist soeben gestorben. Aber komm und leg ihr deine Hand auf, dann wird sie leben. 19 Jesus stand auf und folgte ihm mit seinen Jüngern. 20 Da trat eine Frau, die seit zwölf Jahren an Blutungen litt, von hinten an ihn heran und berührte den Zipfel seines Gewandes. 21 Denn sie dachte: Wenn ich nur sein Gewand berühre, werde ich geheilt. 22 Jesus aber wandte sich um, sah sie und sagte: Mut, meine Tochter, dein Glaube hat dir Heilung gebracht. Von jener Stunde an war die Frau geheilt.
Markus und Lukas sagen, dass er nur drei Jünger mitnahm, nämlich Petrus, Jakobus und Johannes; er nahm nicht Matthäus mit, um dessen Verlangen anzustacheln, und weil er noch nicht vollkommen gesinnt war1; und aus diesem Grund ehrte er diese drei, damit andere gleichgesinnt würden. Inzwischen genügte es für Matthäus, die Dinge zu sehen, die in Bezug auf die Frau mit dem Blutfluss geschahen, worüber es folgt: Und siehe, eine Frau, die zwölf Jahre an einem Blutfluss litt, kam von hinten und berührte die Quaste seines Gewandes.