
Johannes Chrysostomus
Catena Aurea · Matthäusevangelium 9
9 Als Jesus weiterging, sah er einen Mann namens Matthäus am Zoll sitzen und sagte zu ihm: Folge mir! Da stand er auf und folgte ihm nach. 10 Als er in seinem Haus zu Tisch lag, kamen viele Zöllner und Sünder und legten sich mit Jesus und seinen Jüngern zu Tisch. 11 Als die Pharisäer das sahen, sagten sie zu seinen Jüngern: Warum isst euer Meister mit Zöllnern und Sündern? 12 Er aber hörte es und sagte: Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken. 13 Geht und lernt verstehen, was das heißt: Erbarmen will ich und nicht Opfer. Denn ich bin nicht gekommen, Gerechte zu berufen, sondern Sünder.
So kamen sie zu unserem Erlöser, und zwar nicht nur, um mit ihm zu sprechen, sondern um mit ihm zu Tisch zu sitzen; denn so heilte er nicht nur durch Disputieren, Heilen oder Überführen seiner Feinde, sondern oft auch durch das Essen mit ihnen die Übelgesinnten, indem er uns lehrte, dass alle Zeiten und alle Handlungen zu unserem Vorteil dienen können. Als die Pharisäer dies sahen, waren sie empört; und die Pharisäer sahen es und sagten zu seinen Jüngern: Warum isst euer Meister mit Zöllnern und Sündern? Es ist zu beachten, dass, als die Jünger etwas Sündhaftes zu tun schienen, dieselben sich an Christus wandten: Siehe, deine Jünger tun, was am Sabbat nicht erlaubt ist. (Mat. 12:2.) Hier sprechen sie gegen Christus zu seinen Jüngern, was beides die Art böswilliger Menschen ist, die die Herzen der Jünger vom Meister trennen wollen.